Der Reindling und ich - a neverending lovestory {wirklich!} ♥

Hallo meine Lieben,

wer von euch hat sich jetzt gerade gedacht: "Was? Reindling? What is that?". Alle aufzeigen. So viele? Ok, ich weihe euch in eine Kärntner Tradition ein, ein Rezept gibt's obendrauf.


Nuss, Mohn oder Rosinen?



Wer in Kärnten wohnt, der kommt am Reindling nicht vorbei, aber wer will das schon? Der Reindling ist ein "Napfkuchen", aus Hefeteig, meist mit Zucker-Rosinen-Füllung, mittlerweile aber auch schon mit Nussfüllung, Mohnfüllung und Schokofüllung, allseits beliebt.
Gebacken wird er eigentlich im sogenannten "Reindl", also in einer Emailschüssel, aber heutzutage werden dafür entweder Napfkuchenformen, oder Gugelhupfformen verwendet, also nicht mehr ganz so traditionell, der Name ist sozusagen nicht mehr Programm, aber trotzdem immer noch superlecker. 
Bei der Osterjause wird er dann auch oft zweckentfremdet und schon mal mit Schinken und Co. belegt, ansonsten wird er meist mit Butter bestrichen oder einfach so gegessen, alles ist möglich und ALLES ist lecker. :)

Am Foto: Minireindling


Jede Familie, hier in Kärnten, vor allem die älteren Generationen, schwören auf IHR GEHEIMREZEPT! Aber ist das nicht bei allen traditionellen Gerichten so? Deshalb finde ich traditionelle Gerichte auch so vielfältig; jeder macht sie anders, wie wir den Reindling machen, verrate ich euch ausnahmsweiße, aber pssst; ist ein gut behütetes Geheimnis (gewesen).

That's what we need: Rosinen-Reindling
für eine Gugelhupfform oder 4-5 Mini-Gugelhupfformen

Für das Dampfl
1 Würfel frischer Germ (ca. 20-21 g)
2 EL warme Milch
1 TL Zucker
1 EL Mehl glatt

Für den Teig
500 g Mehl
50 g Zucker
1 TL Salz
1 Pkg Vanillezucker
100 g Butter
250 ml Milch
2 Eier

Für die Füllung
100 g Butter
200 g Zucker
Zimt
200 g Rosinen
oder
200 g gemahlene Haselnüsse/Walnüsse
oder
200 g Ovomaltine/Backkakao
(die Nüsse oder der Kakao können 1:1 gegen die Rosinen ersetzt werden und beim Rezept kann man ganz normal fortfahren, nur statt den Rosinen, den Kakao oder die Nüsse darübergeben)

Außerdem
Butter für die Form
Hagelzucker zum Ausstreuen 




Let's go

Wichtig: Die Zutaten sollten alle Raumtemperatur erreichen und es sollte nichts kaltes, frisch aus dem Kühlschrank verwendet werden.
Die Rosinen in Rum einlegen, nach belieben.

Für das Dampfl wird die Milch erwärmt, dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Milch nicht zu heiß ist, sondern handwarm. 
Den Germ in die warme Milch bröseln und zusammen mit dem Zucker und dem Mehl, glatt rühren. Sollte das Dampfl zu flüssig sein, kann man noch ein wenig Mehl dazugeben.
Über das Dampfl, ca. eine halbe Hand voll Mehl geben, sodass das Dampfl mit Mehl bestreut ist, aber nicht ganz bedeckt, es sollten sich kleine "Flecken" bilden.
Das Dampfl auf einem warmen, zugfreien Ort, abgedeckt, zu doppelter Höhe aufgehen lassen (ca. 10-15 Minuten).

Für den Teig, in eine sehr große Schüssel, das Mehl zusammen mit dem Salz, Zucker und Vanillezucker vermengen und beiseite stellen.
Die Butter und die Milch in einen kleinen Topf geben und schmelzen lassen, wenn alles geschmolzen ist, die Butter-Milch-Mischung ein wenig abkühlen lassen und die Eier hineingeben und ordentlich versprudeln. (Achtung: wenn die Milch-Butter-Mischung noch zu heiß ist, stocken die Eier)
Wenn das Dampfl ordentlich in die höhe gegangen ist und die Milch-Butter-Mischung mit den Eiern vermischt ist, gibt man zuerst das Dampfl zur Masse hinzu und dann die Hälfte, der Butter-Milch-Eier-Mischung. 
Den Teig mit der Hand schlagen, oder in einer Küchenmaschinge kneten lassen, bis er sich vollständig vom Kochlöffel oder den Knethaken der Küchenmaschine löst, sollte der Teig zu trocken sein, kann man noch ein wenig von der Butter-Milch-Eier-Mischung hinzugeben, sollte er zu feucht sein, gibt man ein wenig Mehl hinzu, wichtig ist hierbei, dass man bei beidem nicht übertreibt.
Die restliche Butter-Milch-Eier-Mischung auf die Seite stellen.

Der Teig wird nun mit Mehl leicht bedeckt (auch auf den Seiten) und abgedeckt, an einem warmen Ort muss er nun mindestens zu doppelter Höhe aufgehen, das dauert ca. eine halbe Stunde.

Für die Füllung, die Butter schmelzen und zurecht stellen.
Die Form großzügig mit Butter einstreichen und genügend Hagelzucker darin verteilen, der Hagelzucker macht auf dem Reindling eine knusprige Zuckerschicht.

Der aufgegangene Teig wird vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche gegeben und noch einmal durchgeknetet, damit er feinporiger wird.
Nun wird er rechteckig ausgerollt, auf ca. 1/2 - 1 cm Höhe und mit der Butter eingepinselt, dabei muss man nicht sparen, den Zucker sehr großzügig darüber streuen, die Zuckerschicht kann auch ca. einen halben Zentimeter an Höhe erreichen, den Zimt auch großzügig darüber streuen, sodass sich auf der kompletten Fläche auch genügend Zimt befindet, nun werden noch, nach belieben, die Rosinen darüber gestreut.

Den Teig nun auf der langen Seite, vorsichtig einrollen, dabei den Teig immer von unten nach oben rollen, sodass die Füllung nicht wieder herausfallen kann, gleich am Anfang, die Enden, links und rechts einrollen, damit auch hier die Füllung nicht herausfallen kann, dann bis zum Ende einrollen und am Ende, den Teig wieder einmal rechts und einmal links, eindrehen, jetzt kann wirklich nirgends mehr etwas herausfallen beim Backen.
Den Teig mit der
Den Teig in eine große Gugelhupfform, oder in eine Napfkuchenform geben und bei 150°C Ober-/Unterhitze, ca. eine halbe Stunde backen, dabei darauf achten, dass der Reindling nicht schwarz wird, wenn der Reindling fertig ist, auskühlen lassen und im ausgekühlten Zustand, stürzen und genießen. :)



Viel Spaß beim Nachbacken und bis bald,






1 Kommentar:

  1. Sieht sehr lecker aus und ich habe Reindling tatsächlich nicht gekannt;) Jetzt hab ich Lust auf etwas Süsses bekommen;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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